An der Saale hellem Strande...


... ist auch sagenhaftes passiert

Von der Saalenixe


Vor vielen, vielen Jahren führte die Saalenixe ein herrliches, freies Leben. Sie spielte mit ihren Gefährtinnen und Gefährten im Wasser, führte in Vollmondnächten lustige Reigen auf und ...

Brückensage I


Als vor alten Zeiten die Saale noch keine Brücke hatte, da kamen alltäglich ein Schäfer an das rechte Ufer und eine Schäferin an das linke Ufer der Saale, um ihre Schafe zu tränken. Sie gewannen sich lieb, konnten aber nicht zusammenkommen. Als aber der Landgraf die Brücke baute, da waren Schäferin und Schäfer die ersten, die sich auf ihr trafen und ihre Liebe gestanden. Und zum Andenken an diese Begebenheit ließen sie am Muttergotteshäuschen zwei steinerne Herzen einmeißeln.

Brückensage II


Zwei Schwestern hatten auf der Wenzendorfer Flur Feldfrüchte geholt. Als die eine derselben den schweren Korb auf das Geländer der alten Brücke gestellt hatte, um ein wenig auszuruhen, da wurde sie von ihm in das tiefe Wasser gezogen. Die andere Schwester, die ihr zur Hilfe eilte, traf dasselbe Schicksal. Zum Andenken an die treue Schwesternliebe wurden an dem Muttergotteshäuschen zwei steinerne Herzen eingemeißelt.

Brückensage III


Ein welscher Ritter war Gast des Rudelsburgers, und oftmals lustwandelte er mit der schönen Elisabeth nach der alten Saalebrücke, um, wie der alte Floßgraf Cedulus erzählt, sich vor der Muttergottes sittiglich zu verneigen. Da nun der Tag des Abschieds kam, ließen sie zum Andenken an die Stunden des Zusammenseins an dem Muttergotteshäuschen zwei steinerne Herzen einmeißeln.

Brückensage IV


Die Muttergottes von Bad Kösen
(Dr. Karl Schütze, Bad Kösen)